| "Pihit" erscheint hierzulande unter dem Namen "Pole Position - Die Lust an der Stange" und dieser macht auch gleich mal klar, worum es in dieser Vivamax-Produktion geht. Ein weiterer Hinweis ist die kurze Laufzeit von 69 Minuten - oh behave! - denn die deutet darauf hin, dass bei diesem Film weniger die Story als der Sex im Fokus steht. Wie es eben bei den Werken des philippinischen Streaming-Anbieters so ist. Dauert ein Film 90 plus Minuten darf man sich auf eine etwas ausufernde Story freuen, ist er kürzer geht es vor allem zwischenmenschlich zur Sache.
Somit ist die Sexszenen-Quote auch in "Pole Position" ziemlich hoch und man darf als Zuschauer*in viel nackte Haut erwarten. Das ist mal mehr, mal weniger erotisch - aber im Vergleich zu anderen Produktionen aus dem Hause Vivamax durchaus gerne expliziter.
Sehr positiv aufgefallen sind vor allem die beiden weiblichen Darstellerinnen Denise Esteban und Christy Imperial, die man auch schon in anderen Filmen wie "Doblado" oder "Violet" gesehen hat. Die sind nicht nur sehr attraktiv, sondern füllen ihre Rollen auch ganz ordentlich aus.
Gemessen an der Geschichte sollte man nun kein feministisches Manifest über die Selbstverwirklichung der Frau erwarten, dennoch transportiert auch "Pole Position" das beliebte VMX-Motto: "es geht auch ohne Männer". Dass das dann wieder in allerlei, männlich geprägten Tagträumereien endet, ist eine andere Geschichte.
In Sachen Inszenierung ist "Pole Position" sicherlich kein platter C-Movie, die Sets sind zumindest sehr gut und authentisch gewählt. Gerne hätte man in Sachen Musik noch etwas kreativer werden können, aber alles in allem geht das in audiovisueller Hinsicht schon klar.
Regie führte bei "Pole Position" übrigens Sigrid Polon, deren Werke wir hier auch schon häufiger besprochen haben. So stammt unter anderem die Kurzgeschichten-Sammlung "Eks" von ihr und auch der jüngst hierzulande veröffentlichte "Undergrads" ist eines ihrer Werke. Bisher würde ich sagen, ist "Pole Position" allerdings ihr bester Film. |