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asianfilmweb • Filme • Tales From Earthsea (JP 2006) • Die Chroniken von Erdsee
FILMEJP • TALES FROM EARTHSEA
TALES FROM EARTHSEA

     aka DIE CHRONIKEN VON ERDSEE
     JAPAN 2006

CAST & CREW
REGIE Goro Miyazaki

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
BLURAY Die Chroniken von Erdsee

DeutschlandUniversum • FSK 6 •
 1,85:1 anamorph (HD 1080p)
 deutsch dts-HD 5.1, japanisch dts-HD 5.1
 deutsch
WEITERE VÖ
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WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
115 Minuten

FILMINHALT
In Erdsee, einer sagenhaften Phantasiewelt, sind die lange verschwundenen Drachen erwacht und bekämpfen sich gegenseitig. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass irgendetwas oder irgendwer das Gleichgewicht der Welt ins Wanken gebracht hat. Während Ged, der größte Zauberer von Erdsee, die Welt auf der Suche nach einer Antwort auf dieses Rätsel durchwandert, ist der junge Prinz Arren auf der Flucht. Der Heißsporn hat seinen Vater, den König von Enlad in einem unerklärlichen, dunklen "Anfall" umgebracht und dessen magisches Schwert gestohlen. In der Nähe von "Hort Town" begegnen sich die beiden, doch der Zauberer und der Prinz sind schon bald auf der Flucht vor den Häschern des mysteriösen Zauberers Cob. Auf ihrer Flucht schlüpfen sie bei der Heilerin Tenar und deren Adoptivtochter Therru unter. Die von einer merkwürdigen Brandnarbe gekennzeichnete scheint über besondere Fähigkeiten zu verfügen, denn sie bemerkt sofort das dunkle Geheimnis von Arren. Als Tenar in Geds Abwesenheit entführt wird, müssen die beiden dennoch gemeinsam handeln...

FILMREZENSION VON DANIEL FRICK
Studio Ghibli brachte uns mit "Prinzessin Mononoke", "Chihiros Reise ins Zauberland" und "Das wandelnde Schloss" wahrhaft zauberhafte Anime Leckerbissen. Meist zeigte sich für die Filme Manga-Altmeister Hayao Miyazaki verantwortlich. Nun scheint sein Sohn in die Fußstapfen des Vaters treten zu wollen. Mit "Die Chroniken von Erdsee" debütiert der 40jährige ehemalige Geschäftsführer des Ghibli Museums Goro Miyazaki mit einer Fantasy-Geschichte im Anime-Gewand. Leider beruht die Geschichte nicht auf einem Manga (und bringt uns damit einen Großteil dessen, was die Ghibli-Filme ansonsten ausmacht), sondern auf der schon 35 Jahre alten Fantasygeschichte "Das ferne Ufer" der amerikanischen Schriftstellerin Ursula K. Le Guin. Wer schon ein paar Manga-Verfilmungen von Studio Ghibli gesehen hat, merkt bei der Geschichte sofort, dass sie auf keinen Fall aus der Drehbuchwerkstatt von Herrn Miyazaki Senior sein kann. Ich kannte die Erdsee-Romane nicht, und das habe ich bei dem Film bedauert. Nach einem grandiosen Start inklusive Drachen (auf deren zweiten Auftritt man bis zum Ende des Films warten muss) und Arrens Mord an seinem Vater, führt die Geschichte den Zauberer Ged ein, der in der chronologischen Folge der Originalromane schon viele Abenteuer hinter sich hat, was aber nur der Kenner der Bücher weiß. Doch dieses "Hineingeworfenwerden" ist bei weitem nicht das größte Problem an der Geschichte. Weitaus stärker wiegt die Tatsache, dass die Figuren letztlich klischeehafte Stereotypen sind, die wir von Hayao Miyazaki so nie zu sehen bekommen hätten. Auch das Erzähltempo, das nach einem dynamischen Start ins gemächliche abflacht, ist nie das einzige Problem, auch nicht, dass der Spannungsbogen nur langsam aufgebaut wird. Sehr wohl enttäuscht dann aber am Ende die doch recht banale Geschichte, die nie ihrem Anspruch vom furiosen Start gerecht wird. Wer nach dem Einstieg auf Action hofft, hofft so gut wie vergeblich. Dies alles wird von logischen Brüchen im doch recht schwachen Mittelteil noch verstärkt, an dessen Schwächer leider auch die wenigen lustigen Szenen (von denen ich gerne mehr gesehen hätte) nichts ändern können. Die esoterischen Anleihen, die die Autorin in ihre Geschichte einfließen lässt, sind ein weiterer Störfaktor, denn die Themen vom Gleichgewicht der Kräfte und der Überwindung von Schuld kommen mit den oberflächlich konzeptinierten Figuren nicht annähernd so glaubhaft rüber wie bei den Drehbüchern von Miyazaki Senior. "Die Chroniken von Erdsee" ist dann auch nicht mehr als ein unterhaltsamer und technisch gut gemachter, aber an Studio Ghibli Maß gemessen klischeehaftes und banales Fantasymärchen mit anstrengend pseudophilosophischem Esoterik-Touch. Vielleicht hätte Herr Miyazaki Junior lieber seinem Vater das Drehbuch überlassen sollen. Ich bin enttäuscht.



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