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asianfilmweb • Filme • Litchi Hikari Club (JP 2015)
FILMEJP • LITCHI HIKARI CLUB
LITCHI HIKARI CLUB •

     JAPAN 2015

CAST & CREW
REGIE Eisuke Naitô
DARSTELLERKisetsu Fujiwara, Yûki Furukawa, Junya Ikeda, Shôtarô Mamiya, Reiya Masaki, Ryô Matsuda, Shûhei Nomura, Amane Okayama, Junki Tozuka
PRODUZENTYuya Tanaka
SCRIPT/BUCHKeisuke Tominaga, Eisuke Naitô, Usamaru Furuya

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
BLURAY Litchi Hikari Club

DeutschlandMFA+ • FSK kJ •
 2,35:1 anamorph (HD 1080i)
 deutsch dts-HD 5.1, japanisch dts-HD 5.1
 deutsch
 2 Teaser, Trailer, Trailershow
WEITERE VÖ
AKTUELLSTE VÖ
 DVDLitchi Hikari ClubDeutschlandMFA+ 

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
114 Minuten

FILMINHALT
Die japanische Industriestadt Keiko ist ein grauer Moloch ohne Hoffnung. Ein lebensfeindlicher Ort, dessen Bewohner tagsüber in den Fabriken schuften und abends in ihren verfallenen Baracken vor sich hin vegetieren. Um aus diesem Alptraum auszubrechen gründet der Schüler Zera (Yûki Furukawa) den Hikari Club, dessen neun Mitglieder die Welt der Erwachsenen ablehnen und die strengen Regeln und grausamen Ritualen folgen. Gemeinsam bauen sie Litchi, einen intelligenten Roboter, der sie bei der Etablierung einer neuen, besseren Welt unterstützen soll. Die Maschine entführt ein bildhübsches Mädchen, mit dem Zera reine Nachkommen zeugen soll, doch sexuelles Verlangen, Neid und Niedertracht beginnen langsam aber sicher den Club von innen heraus zu zerstören. Eine Tragödie nimmt ihren Lauf.

FILMREZENSION VON MANUEL SAUER
Angesiedelt in einer nicht näher benannten nahen Zukunft zeichnet Regisseur Eisuke Naitô das düstere Bild einer sich zerstörenden Gesellschaft, sowie derer, die aus ihr auszubrechen versuchen und letztlich an dem von ihnen selbst auferlegten Kodex bitterlich zerbrechen. Ein zynischer Kommentar zu Politik und Gesellschaft, zu Religion und Fanatismus. Eine ausgezeichnete Prämisse für einen modernen Klassiker. Dass dem Film letztendlich eine höhere Wertung verwehrt bleibt, liegt an Regisseur Eisuke Naitô, der trotz engagierter Schauspieler, vielen Ambitionen und einem exzellenten Kameramann nicht verhindern konnte, dass sich in den mit knapp zwei Stunden recht üppig-langen Film immer wieder Längen einschleichen. Wenn Zera immer wieder über die Regeln des Clubs und die ach so schlimme Welt der Erwachsenen sinniert oder der Club nach immer wieder ähnlichem Schema dezimiert wird, ist das schon sehr repetitiv. Eine kürzere Laufzeit, eine stringentere Erzählweise und ein wenig mehr Abwechslung hätten dem Film gut zu Gesicht gestanden. Immerhin ist die Inszenierung alles andere als zimperlich: Die Live-Action-Adaption eines auf einem Theaterstück basierenden und hierzulande kaum bekannten Mangas geizt nicht mit deftigem Sex und noch deftigerer Gewalt. Dies, der immens nihilistische, teils mit absurdem Humor angereicherte Plot, der beschränkte Handlungsort, der nur sehr selten verlassen wird, und die sich daraus ergebende beinahe kammerspielartige Inszenierung machen den Film dann auch nicht gerade leicht zugänglich. Wer typischen japanischen Fun-Splatter erwartet, ist mit anderen Filmen weitaus besser bedient, allerdings setzt auch "Litchi Hikari Club" auf eine relativ einfache, wenig ambivalente und beinahe schon plakativ in Schwarz und Weiß getrennte Charakterzeichnung seiner Protagonisten. So sind die Mitglieder des Hikari Clubs entweder von ihren eigenen egozentrischen Wünschen, dem Drang nach Macht und Befriedigung geleitet oder durch die sture Linientreue verblendet. Auf der anderen Seite steht das unschuldige, beinahe unnahbare Mädchen und ihr mechanischer, wenn man so will, Beschützer. Litchi, der hässliche, verrostete Roboter, wird durch sein Handeln zur menschlichsten aller Kreaturen dieser surrealen Dystopie, eine Kreatur, die sich eben nicht durch ihre Triebe oder den Zwang Regeln zu befolgen, ohne diese zu hinterfragen, sondern durch ihre Gefühle und ihr Gewissen leiten lässt.

Der "Litchi Hikari Club", "Die Schöne und das Biest" in einem düsteren, gewalttätigen Steampunk-Japan: Ein brutales Märchen für erwachsene Cineasten.



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