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asianfilmweb • Filme • Jam Films (JP 2002)
FILMEJP • JAM FILMS
JAM FILMS

     JAPAN 2002

CAST & CREW
REGIE Daizaburo Hanada, Jôji Iida, Shunji Iwai, Ryuhei Kitamura, Rokuro Mochizuki, Tetsuo Shinohara, Yukihiko Tsutsumi, Isao Yukisada
DARSTELLERNatsuko Akiyama, Hirofumi Arai, Haruka Ayase, Ryoko Hirosue, Satomi Ishihara, Kazuki Kitamura, Hitomi Kurihara, Akaji Maro, Akifumi Miura, Takao Osawa, Samuel Pop, Tak Sakaguchi, Kuranosuke Sasaki, Ryoko Shinohara, Albert Smith, Christian Storms, Megumi Takahashi, Satoshi Tsumabuki, Tomomi Tsunoda, Yasutaka Tsutsui, Kanae Uotani, Megumi Uziie, Masayoshi Yamazaki, Takami Yoshimoto

DVD/BD/HD/OST VERÖFFENTLICHUNGEN VOM FILM
DVD Jam Films

HongkongUniverse
 1,85:1 · japanisch DD2.0 · englische, chinesische...
WEITERE VÖ
AKTUELLSTE VÖ
 DVDJam FilmsJapanSega 

WEITERE INFORMATIONEN
LAUFZEIT
109 Minuten

FILMINHALT
Jam Films ist ein Projekt von sieben japanischen Regisseuren die hier jeweils Kurzfilme in der Länge von etwa 15 Minuten präsentieren. Jam Films beginnt mit einem komplett computeranimierten Intro welches die Bandbreite der Filme widerspiegeln soll, aber stilistisch nicht so recht zu den Kurzfilmen passt. Dafür ist immerhin die Musik cool.

The Messenger - Requiem For The Dead
Den Anfang macht Ryuhei Kitamura, der besonders durch seinen Kult-Splatterfilm "Versus" aber auch durch "Sky High" und dem im Rahmen des "Duel Projects" entstandenen "Aragami" bekannt sein dürfte. In "The Messenger" geht es um einen Unterweltbaron der um sein Leben fürchtet. Das ganze scheint in einer fernen Zukunft in der mittelalterliche Verhältnisse zu herrschen scheinen zu spielen. Eine geheimnisvolle Frau (die äusserst attraktive Kanae Uotani) sucht den Mann in seinem Versteck auf. Die Legende sagt, dass die als The Messenger bekannte Frau ihre Opfer durch einen Fluch töten kann. Doch dann wird bei der Begegnung der beiden ein grausames Geheimnis gelüftet... [Kritik]

Kendama
Völlig anders kommt der darauf folgende Film des eher unbekannten Regisseurs Tetsuo Shinohara daher. "Kendama" ist eine Art japanisches Geschicklichkeitsspiel. Ein Büroangestellter bekommt das Geschenk nach einem gewonnenen, firmeninternen Sumo-Wettbewerb von seinem Chef überreicht. Eher enttäuscht übergibt der Angestellte einer Kollegin das "Kendama", die verliert es wiederum an einen Arbeitslosen Tagträumer der das Geheimnis des Holzspielzeugs lüftet. Darin befindet sich eine Karte die zu einem Schliessfach führt in der zwei Tickets nach Australien zu finden sind. Aber auch die beiden Angestellten sind noch hinter dem "Kendama" her. Am Ende des Films sind alle um eine wichtige Erfahrung reicher... [Kritik]

Cold Sleep
Ein Mann erwacht nach 20 Jahren aus dem Kälteschlaf. Der Raum in dem er sich befindet sieht aus wie ein Klassenzimmer. Im Haus begegnen ihm einige Leute die sich alberner als kleine Kinder verhalten und zu keinem wirklichen Gespräch fähig sind. Doch bald begegnet er einer Frau die ihn darüber aufklärt, was Sache ist. Er ist Teil einer Eliteeinheit von Wissenschaftlern, die zu den letzten Überlebenden der Menschheit zählen und sich nun auf einem fremden Planeten befinden. Doch irgendetwas scheint während des Kälteschlafes passiert zu sein, anders ist das debil-infantile Verhalten der Wissenschaftler nicht zu erklären. Es gelingt den beiden Kontakt zum Vater der Frau aufzunehmen, der eine eher unangenehme Nachricht für die beiden hat... [Kritik]

Pandora - Hong Kong Leg
Eine Frau leidet an Fusspilz. Eines Tages begegnet sie einem alten Kauz auf der Strasse der sie in das Geheimnis der chinesischen Medizin einweiht. Sie wird zu einer Box geführt in der sie ihre Füsse stecken soll. In der Box befindet sich eine Mann der die Füße ableckt um die Krankheit durch eine Mischung aus Speichel und Medizin zu kurieren. Zwischen den beiden entwickelt sich mit der Zeit ein merkwürdiges, intimes Verhältnis... [Kritik]

Hijiki
"Hijiki" ist die japanische Bezeichnung für Seetang. Zu Beginn des Films sieht man einen Mann, zwei Frauen und ein Mädchen am Esstisch bei einer Schale Seetang. erst als plötzlich Tränengas durch das Fenster geschossen wird, wird langsam klar was hier vor sich geht. Der Mann ist mit einer Schrotflinte bewaffnet und hält die drei Frauen als Geisel. In einem Gespräch zwischen den Parteien lernt der verwöhnte und frustrierte junge Mann etwas über das Leben kleiner Leute und gelangt zu einer wichtigen Einsicht... [Kritik]

Justice
In "Justice" führt uns Regisseur Isao Yukisada, der mit seinem Jugenddrama "Go" für Aufmerksamkeit sorgte, wieder zurück in die Schulzeit. Mit stoischem Desinteresse liest ein Englischlehrer den Schülern die Potsdamer Erklärung vor. Ebenso desinteressiert verhalten sich die meisten seiner Schüler, die anderes im Sinn haben. So ist einer der Schüler damit beschäftigt aus dem Fenster die Mädchen beim Sportunterricht zu beobachten und Punkte für ihre Hintern zu verteilen, bis er von von seinem Lehrer ertappt wird... [Kritik]

ARITA
Ein Mädchen wird ihr Leben lang von einer seltsamen Zeichnung begleitet, die dem Kopf einer Maus ähnelt. Sie nennt dieses Wesen ARITA. ARITA findet sich überall wieder, egal ob das Mädchen Bilder im Kindergarten malt oder später Klausuren in der Schule schreibt, ARITA taucht in allen ihren Heften auf. Lange Zeit war sie der Annahme, dass jeder ein ARITA hat, als sie erkennt dass das nicht zutrifft, beginnt sie zu überlegen, was ARITA ist, was es für sie bedeutet. Irgendwann versucht die junge Frau ein Blatt Papier auf dem sich ARITA befindet anzuzünden, was verheerende Folgen hat... [Kritik]

FILMREZENSION VON ALEXANDER KOSCHNY
The Messenger - Requiem For The Dead
"The Messenger" ist sicher der optisch beeindruckendste Film der Kollektion. In glatten, stylischen Bildern setzt Kitamura seine kafkaeske Parabel in Szene. Der Plot ist allerdings viel zu vorhersehbar, so dass sich "The Messenger" in erster Linie auf Optik und Atmosphäre konzentriert.

Kendama
"Kendama" ist ziemlich schlicht inszeniert, es ist ein kleiner, netter, auch humorvoller Film mit einer schönen Aussage über die Liebe. Sicher nicht der Höhepunkt der Kollektion, dafür aber locker-leichte Unterhaltung nach dem recht düsteren "The Messenger".

Cold Sleep
Grellbunt und schrill setzt George Ida ("Dragon Heart") seine comicstripartige Zukunftsvision um. Das Finale ist dabei ziemlich makaber und auch sonst zeichnet sich "Cold Sleep" durch äusserst grotesken Humor ab. Wohl einer der stärksten Filme des "Jam Films" Projekts der durchaus das Zeug zum Kultstatus hat.

Pandora - Hong Kong Leg
Das klingt nun alles sicher nicht gerade appetitlich, und ist es eigentlich auch nicht. Das Prädikat "strange and weird" trifft es hier wohl am besten. Man fragt sich ernsthaft wie Regisseur Rokuro Mochizuki auf diese absonderliche Idee kam. "Pandora - Hong Kong Leg" erinnert ein wenig an die früheren Werke von David Lynch, man fühlt sich beim Betrachten des Filmes ziemlich vor den Kopf gestossen. Dennoch ist es neben "ARITA" vielleicht der innovativste Film der Kollektion.

Hijiki
"Dieser Film hat ein düsteres Ende, Sie können die Zeit nutzen um auf die Toilette zu gehen, der nächste Film beginnt in etwa 14 Minuten." Mit diesen Worten kommentiert Regisseur Yukihiko Tsutsumi seinen Film, und er soll recht behalten... dennoch, das Ende ist viel zu vorhersehbar, man erahnt einfach was passieren wird. Das ist aber auch der einzige Schwachpunkt des Filmes der gewissermassen stark Kultregisseur Sabus Film "Monday" ähnelt. Auch "Hijiki" bewegt sich Irgendwo zwischen zynischer schwarzer Komödie und bitterer Gesellschaftskritik. "Achten Sie auf das rote Licht der Kamera, wenn sie den Saal verlassen. Es handelt sich dabei um eine Kamera der US-Armee mit der jeder Zuschauer erfasst wird". Mit diesem Kommentar beendet Tsutsumi seinen Film, keine Frage, der Mann hat ein Händchen für skurrilen, augenzwinkernden Humor.

Justice
"Justice" entwickelt zwar eine gute Atmosphäre die ein wenig an Takeshi Kitanos "Kids Return" erinnert, trotzdem wirkt er sogar für einen Kurzfilm etwas zu lang. Der Kultur-Clash zwischen dem arroganten Englischlehrer der kein japanisch beherrscht und seinen Schülern ist interessant, interessant ist auch was sich zwischen dem Schüler und einem Mädchen ergibt, auf das er es anscheinend besonders abgesehen hat. Die Kernaussage des Films ist wohl, dass alles eine ausgleichende Gerechtigkeit zur Folge hat. "Justice" ist sicher nicht übel, schafft es aber nicht ganz mit den anderen Filmen mitzuhalten.

ARITA
"ARITA" wird tagebuchartig aus der Perspektive einer 22-jährigen, jungen Frau erzählt. Das Geheimnis wird hier nicht gelüftet. Existiert ARITA wirklich? Existiert es nur in der Gedankenwelt des Mädchens? Im Internet stösst die junge Frau auf andere Menschen, die auch ein ARITA haben. Shunji Iwai, der mit "Swallowtail Butterfly" einen Meilenstein des modernen, japanischen Kinos schuf, stellt hier erneut sein Genie unter Beweis. "ARITA" ist sicher der Höhepunkt des "Jam Films" Projekts. Innovativ und mystisch erzählt Iwai diese ungewöhnliche Geschichte über die jeder Zuschauer noch einige Zeit grübeln dürfte...

"Jam Films" ist ein interessantes Projekt, sieben von Japans vielversprechendsten Regisseuren haben sich hier zusammengefunden und einige kleine cineastische Leckerbissen zusammengestellt. Das Angebot ist vielfältig, so das für jeden etwas dabei sein wird. Es ist selbstverständlich, dass nicht jeder Film das gleiche Niveau erreicht, aber insgesamt ist "Jam Films" ein gut geschnürtes Paket das etwas andere Unterhaltung und vor allem viel Abwechslung bietet. Für Fans von Kurzfilmen ein absolutes Muss, aber hier kann ruhig jeder einmal reinschnuppern.



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