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Der große Shaw Brothers Filmthread

Diskutiere über asiatische Filme, Darsteller oder alles andere, das den Asien-Film-Fan interessiert.

Re: Der große Shaw Brothers Filmthread

Beitragvon Zhang Liao am Mi, 10.01.2018, 3:13

Beautiful Vixen (1976)

Li Ching spielt eine Unsterbliche, die aber trotz Skepsis der Mutter auf die Erde in das moderne Hong Kong möchte, um sich dort einen irdischen Mann zu suchen.
Den findet sie dann auch (Yueh Hua), wobei sie ihn aber ohne große Einleitung heiratet (quasi im Vorspann) und er auch gleich über die magischen Fähigkeiten von ihr und ihrer regelmäßig auftauchenden Mutter Bescheid weiß.
Was folgt sind dann im Grunde episodenhafte Einlagen, welche stets durch Zauber beeinflusst werden. So wird Li Ching z.B. schwanger, doch die Schmerzen darf sie dank Mutter an den Mann abgeben, der dann statt ihrer schwanger in die Klinik kommt.
Oder als der Boss von Yueh Hua eine Rede hält, um einen wichtigen Posten zu bekommen. Das entwickelt sich dann zum Zauberduell zwischen Mutter und Tochter, wobei dem Boss dann eben dank der Mutter Dinge rausrutschen, die nicht vorgesehen waren (die eigentliche Ansprache über die Probleme im Rotlicht, wird z.B. aufgelockert mit dem Hinweis, wie leicht man doch minderjährige Mädels aufgabeln kann)
Das sorgt stellenweise schon für lustige Situationen, wobei es aber manchmal auch etwas stumpf ist. Läuft halt nach dem Schema 'Alles ist möglich'.
Gut finde ich aber den running gag mit der Nachbarin (Teresa Ha Ping) und ihrem Mann. Sie sieht ständig (zurecht) Geister und andere übersinnliche Vorkommnisse, aber ihr Mann macht ständig nur auf Al Bundy ('Du hast mein ganzes Leben versaut, lass mich in Ruhe').
6.5/10

Das Ganze ist im Übrigen eine reine Komödie und kein Drama (wie man stellenweise lesen kann).
Zhang Liao
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Re: Der große Shaw Brothers Filmthread

Beitragvon Zhang Liao am Mi, 10.01.2018, 23:42

A Bride's Nightmare (1981)

Anfangs hat man 2 parallele Handlungsstränge, welche dann aber ineinander laufen.
Ein Typ (Robert Mak) will seine Freundin (Niu Niu) heiraten, welche zufällig auch in einem Brautmodengeschäft arbeitet.
Gleichzeitig bescheißen 2 Gangster einen Triadenboss und verstecken das Geld in einem Schließfach.
Nachdem Einer der Beiden getötet wird, versucht der Andere Hilfe von seiner Ex zu bekommen, welche die Chefin des Brautladens ist. Als dort dann die Handlanger (u.a. Jamie Luk) des Triadenbosses auftauchen, wird der Schließfachschlüssel schnell in einem Schleier versteckt. Natürlich sucht sich die zukünftige Braut aber dann genau dieses Teil aus. Leider kommen die Verfolger aber dahinter und rücken dem Paar auf die Pelle.

Der Film ist überwiegend eine Komödie, daran ändert auch nix, dass es auch Tote und etwas Gewalt gibt. Passt aber nicht unbedingt zur sonstigen Stimmung des Films. Gekämpft wird am Ende etwas, aber als Endkampf würde ich das Ganze nun nicht bezeichnen.
Kent Cheng taucht erst nach 75 Minuten für einen kleinen Sketch auf und auf Dick Wei muss man noch ein paar Minuten länger warten. Da heißt es aber genau hinsehen (am Filmset), denn es gibt keine Nahaufnahme von ihm.
Die Gags können schon zum Großteil bei Laune halten. (die Szene mit dem gesuchten und angebotenen Kondom war nicht schlecht)
6.5/10
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Re: Der große Shaw Brothers Filmthread

Beitragvon Zhang Liao am Do, 11.01.2018, 4:55

Queen Hustler (1975)

Wang Hsieh betreibt ein Casino und mit Hilfe seiner Assistentin bescheißt er einen Mitspieler, welcher daraufhin Suizid begeht. Da man von einem Toten aber keine Schulden mehr eintreiben kann, wendet man sich vertrauensvoll an dessen Tochter (Chen Ping) und nach erzwungenem Koitus erachtet man die Angelegenheit als kompensiert.
Nun möchte sich Chen Ping aber natürlich rächen und damit sie eine Chance hat, unerkannt nahe genug ran zu kommen, entwickelt sie sich Erstens zur Edelhure (um dann unauffällig als Begleitung der Typen die Casinos betreten zu können) und Zweitens vergehen einige Jahre. Diese Entwicklung hält aber natürlich ihre Beziehung nicht aus und der Freund (Danny Lee) verschwindet nach kurzem Streit in der Versenkung.
Der Fokus der Rache liegt aber nicht nur auf Wang Hsieh, sondern auch auf den Typen, die sie damals in dessen Auftrag entführt hatten (u.a. Tin Ching). Während sie Letztere mit Gewalt ausschalten möchte, soll es bei Wang Hsieh am Spieltisch passieren. Um dessen Betrügereien kontern zu können, muss sie jedoch erst eine besondere Technik lernen, welche ihr aber von einer Mitarbeiterin des Casinos heimlich gelehrt wird, da diese ein ähnliches familiäres Schuldenschicksal hinter sich hat.

Wusste nicht, was mich erwartet. Ist eine Mischung aus Zockerfilm und Rape and Revenge. Chen Ping zeigt hier auch sehr viel Haut, dabei auch frontal oben ohne. Glaube nicht, dass ich das von ihr zuvor schon mal gesehen hatte.
Im Gegensatz zu moderneren Zockerfilmen wie God of Gamblers, kann man hier die Betrügereien gut nachvollziehen. Nur am Ende ist dann auch etwas stärkeres Getrickse dabei. Negativ kann man den Zeitraffer sehen: Da wird gesagt, es wären Jahre vergangen, kommt Einem aber eher wie Tage vor. Aber gut, so ist es wenigstens halbwegs glaubhaft, dass sich die Typen nicht mehr an die Frau erinnern können.
Egal, mal wieder ein Film, wo ich nicht einmal flüchtig auf die Uhr geschaut habe. Fazit daher positiv.
8/10
Zhang Liao
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Re: Der große Shaw Brothers Filmthread

Beitragvon Zhang Liao am Do, 11.01.2018, 22:30

Cheeky Little Angels (1974)

Handelt von Zwillingsmädchen, welche voneinander getrennt bei den geschiedenen Eltern leben (Li Ching, Ling Yun).
Zufällig begegnen sich die Beiden im Krankenhaus und ihnen schwebt dabei die Wiedervereinigung der Eltern vor. Allerdings haben Beide inzwischen neue Beziehungen gestartet (Li Ching - Tin Ching, Ling Yun - Chen Ping), was dieses Vorhaben erschwert.
Aus Gründen der Sehnsucht entscheiden sich die Beiden zunächst. die Rollen zu tauschen und anschließend wird der Plan gefasst, die beiden Beziehungen zu zerstören, damit der Weg frei wird.

Etwas Drama, etwas Gefühlsduselei und auch etwas Komödie.
Es mag von der Idee ja ganz nett sein, aber die Umsetzung funktioniert nicht so wirklich gut.
Erstens mag es vielleicht für Fremde schwer sein, Zwillinge zu unterscheiden, aber die eigenen Eltern sollten es doch wohl hinbekommen? (zumal die Beiden charakterlich völlig verschieden sind) Mehr als ein 'du bist aber heute komisch' kommt da aber nicht. Außer dem Hund auf der einen Seite, welcher das falsche Kind dann rumjagt, blickt es niemand.
Zweitens sind die beiden Mädels spätestens während der aktiven Torpedierung der beiden Beziehungen ziemlich unsympathisch geworden. Aber auch davor ist das schon passiv der Fall gewesen, als man die neuen Partner (Tin Ching, Chen Ping) trotz derer Bemühungen ständig auflaufen lässt.
Dass man dann am Ende so einen rührseligen Schluss mit offenem Ausgang konstruiert, ist dann auch etwas kitschig.
Positiv ist aber, dass der Film trotz aller Mängel keine wirklichen Längen hat und schon die Dauer über relativ gut unterhalten kann. Zum einmal schauen ist es sicher noch ganz Ok.
5/10
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Re: Der große Shaw Brothers Filmthread

Beitragvon MPAA am Do, 11.01.2018, 22:40

Ich sehe - hier folgen jetzt also nacheinander mind. 668 Reviews von dir? :mrgreen:
http://reviews-ch-vu.blogspot.ch/

Warnung vor E-Bay User: dragonxdragon
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Re: Der große Shaw Brothers Filmthread

Beitragvon Zhang Liao am Fr, 12.01.2018, 15:38

:mrgreen:

Dann sollte ich evtl. in Erwägung ziehen, ein eigenes Shaw Buch zu veröffentlichen.
Bei näherer Betrachtung könnte ich ja schon 550-580 Reviews haben, wenn ich damals gleich mit Schreiben angefangen hätte. Verpasste Chance.

Derzeit bin ich aber recht fokussiert auf die unveröffentlichten Shaws. Sind nach Sichtung des Buchs auch noch mehr als ich gedacht hatte. (My Mind, Your Body mit Max Mok hatte ich z.B. gar nicht auf dem Schirm)

Nachtrag zu Cheeky Little Angels:
Da hätte man am Ende mal Chang Cheh ranlassen sollen. Da hätten dann die zukünftigen Stiefeltern die Bälger getötet. Anschließend hätten sich Li Ching und Ling Yun zusammen getan, um Tin Ching und Chen Ping zu beseitigen. Beim anschließenden Anblick der zerstückelten Kinderleichen hätten sie dann Suizid begangen. :cheers:
Mensch...das hätte rückblickend so ein toller Film werden können... :twisted:
(Hätte man dann sogar mit der sentimentalen Message 'Im Tod wieder vereint' verkaufen können)
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Re: Der große Shaw Brothers Filmthread

Beitragvon Zhang Liao am Sa, 13.01.2018, 22:13

Vielleicht sollte ich mal selbst ein Drehbuch schreiben. Die heutigen Schreiberlinge haben doch alle keine Fantasie mehr.
Bei so viel Mist im Schädel, kann dabei eigentlich nur der Oscar rauskommen...oder die Einweisung in die Psychiatrie. :mrgreen:




Mad, Mad 83 (1983)

Ein Syndikat überfällt in Übersee ein anderes Syndikat und klaut eine Kassette mit Infos zu deren Drogengeschäften. (sieht man alles in 10 Sekunden im Vorspann)
Dann geht es zurück nach HK und der Chef ist in der Zwischenzeit abgetaucht. Allerdings wird nun plötzlich seine Anwesenheit benötigt, um das Vermächtnis eines Onkels kassieren zu können. Dafür ködert dessen Frau aber einen unwissenden Doppelgänger (Johnny Ngan). Nach getaner Bürokratenarbeit möchte man den Typen dann schnell beseitigen, aber irgendwie scheint nichts zu klappen wie geplant.
Außerdem bekommt auch das überfallene Syndikat über einen Spitzel bei den Anderen Wind von der Sache und rückt an, um das Tape wieder zu bekommen.
Das ist aber dann plötzlich unauffindbar, wobei dann beide Syndikate sowohl Johnny Ngan als auch seine Freunde unter Druck setzen.

Hm, anfangs war es ja echt etwas anstrengend als viele Leute wild durcheinander gelabert hatten. Als dann aber der Hauptplot anfing, wurde es schon eine recht nette Komödie. Mir gefallen diese Filme, wo es drum geht, jemanden umzubringen und es will dann ums Verrecken nicht klappen.
Die Schauspieler sind größtenteils wenig bekannt oder völlig unbekannt. Ausnahmen bilden hier Stanley Fung und natürlich Anita Mui und Leung Chiu Wai. Letztere Beiden haben kleinere Nebenrollen, zwar zeitlich überschaubar, aber mit Text und auch Kampfeinlagen. Könnte auch der erste Film der Beiden gewesen sein, was letztlich aus heutiger Sicht den Streifen am Interessantesten macht.
Ah ja, Kämpfe gibt es dann auch am Ende noch ein Paar als der große Showdown abläuft, wenn beide Syndikate, Johnny und seine Freunde und noch die Cops aufeinanderprallen.
Positiv ist auch, dass am Ende rückblickend erklärt wird, warum manche Dinge zuvor so abgelaufen sind, wie sie eben abgelaufen sind. War nämlich teilweise schon etwas konfus.
6/10
Zhang Liao
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Re: Der große Shaw Brothers Filmthread

Beitragvon Zhang Liao am So, 14.01.2018, 19:05

Na gut, dann mal weiter mit meiner Alleinunterhaltungsshow, solange ich noch Lust hab. (ich schreib ja bei Weitem nicht zu jedem gesehenen Film was - die momentane Shaw Show ist gerade eine Ausnahme)

Murder on the Wedding Night (1977)

Chung Wah heiratet und ein Gast redet im Suff darüber, dass er zuvor schon was mit der Braut hatte. Nachdem er den Gast rausgeworfen hatte, konfrontiert Chung die Braut damit, welche aber alles abstreitet und wegläuft.
Schließlich wird sie von einem maskierten Typen überfallen und am nächsten Tag findet man ihre kopflose Leiche. Stellt sich also die Frage, wer der Täter ist. Und wo der Kopf abgeblieben ist. Irgendwann taucht dann auch ein Jade-Amulett wieder auf, welches die Braut während ihres Verschwindens getragen hatte und nun wäre es wichtig zu wissen, wer es zuerst an sich genommen hatte, bevor es weiterverscherbelt wurde. Diskret durch Folter versucht man dann Aufklärungsarbeit zu leisten.

Kriminalfilm in historischem Rahmen. Das ist eben das typische 'Wer hat es getan' Szenario und beinhaltet natürlich eine Menge an falschen Spuren, nicht eindeutig zuordnungsbaren Vorfällen und falschen Verdächtigungen.
Mir gefiel es gut, wobei man schon manche Handlungsstränge auch noch hätte weiterspinnen können.
Action gibt es bis auf einen Kampf, welcher aber nicht schlecht war, keine. Dafür ordentlich Brustbeschau bei verschiedenen Akteuren. (darunter Chiang Nan :mrgreen:)
Daher dann wohl auch das 18er Rating, denn die Gewalt bzw. Folter im Film ist größtenteils auch nur angedeutet bzw. recht kurz.
7.5/10

Ach ja, im Gegensatz zu den anderen unveröffentlichten Filmen, wirkt dieser hier irgendwie unfertig restauriert. Das Bild hat zwar die gleiche Schärfe, aber es gibt den gesamten Film hindurch Grünstiche (mal mehr, mal weniger).
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Re: Der große Shaw Brothers Filmthread

Beitragvon Zhang Liao am Di, 16.01.2018, 23:44

Love Lock (1975)

Die Geschichte hat ihren Ursprung in einer Kinderliebe. Problem wie so oft: Klassenunterschiede und daher fehlende Akzeptanz. Das Mädel kommt nämlich aus reicher Familie und kennt den Jungen nur deshalb, weil dessen Großvater in ihrem Haus Gärtner ist. Jedenfalls soll das Mädchen aber später mit einem Verwandten verheiratet werden. Während einer stürmischen Nacht fällt der Junge eine Klippe runter und wird dadurch unfruchtbar (klingt merkwürdig, ist aber so). Fast gleichzeitig wird bei dem Mädel Kinderlähmung diagnostiziert, wodurch sie ihr linkes Bein dauerhaft nicht mehr richtig bewegen kann. Als ihr Vater den Jungen dafür verantwortlich macht, dessen Großvater auch noch gerade gestorben war, geht dieser nach Hong Kong.
Dort schafft er (Si Wai) es zu Reichtum zu kommen, kann aber die Kinderliebe (Li Ching) nie vergessen, welche nun auch wie geplant verheiratet worden ist (Chung Wah). Als er Einen der alten Plätze aufsucht, trifft er sie zufällig wieder und wenig später wird bei ihr eine Schwangerschaft festgestellt.
Das Kind hat letztlich aber dem Empfinden von Chung Wah nach keine Ähnlichkeit mit ihm und so geht er davon aus, dass Si Wai der Vater sein muss. Aus Rache geht er nun seinerseits fremd (Chen Ping) und verballert außerdem auch eifrig das Vermögen ihrer Familie.
Die Sache spitzt sich zu, als Li Ching sich scheiden lassen möchte und Chung Wah nun versucht, Si Wai zu erpressen, da er Spielschulden hat und seine Frau mittlerweile pleite ist.

Drama, Drama, Drama. Und auch ordentlich tränenreich. Vom Grundgerüst ist das Ganze schon theoretisch Ok, aber es mangelt in der praktischen Umsetzung an Logik. Dass sich Si Wai und Li Ching zufällig wieder treffen, wirkt halt einfach extrem aufgesetzt. Und warum Chung Wah dann glaubt, dass Si Wai der Vater ist, obwohl er von dieser zufälligen Begegnung gar nichts mitbekam (sondern nur eine Angestellte, welche aber aus Loyalität zu Li Ching nichts gesagt hat), ist auch unsinnig. So gesehen steht der ganze Aufhänger des Films mit dem rachsüchtigen Chung Wah auf sehr wackeligen Beinen, weil man es einfach nicht gut erzählt hat.
Wenn man das ausblenden kann und die Art von Film mag, ist es aber dennoch recht unterhaltsam, wobei aber Li Ching schon in besseren Dramen mitgespielt hat.
5.5/10
Zhang Liao
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Re: Der große Shaw Brothers Filmthread

Beitragvon Zhang Liao am Do, 18.01.2018, 0:50

Big Fellow (1973)

Charles Heung spielt den Einzelkämpfer, der zuerst von einem Gangsterboss (Tsai Hung) angeheuert wird, aber schon bald wieder abserviert wird, indem man ihm einen Mord anhängt.
Verletzt durch die Cops, wird er schließlich von 2 Kindern gefunden und zusammen mit deren Schwester wieder hergestellt. Derweil taucht noch eine andere Frau auf, welche die Tochter des Getöteten ist und die sich nach Manipulation durch Tsai Hung auf die Suche nach Charles Heung macht, um sich zu rächen. Aber Heung kommt ihr hier etwas entgegen, da er sich ja auch rächen möchte und sich deshalb aus seinem Versteck wagt, um Tsai Hung zu treffen.

Punch and Block Film, der wohl nicht von den Shaws selbst produziert wurde (am Anfang wird ja noch eine andere Firma genannt), sondern eingekauft wurde.
Das script ist eher durchwachsen: Anheuerung und Kündigung von Heung bei der Gang geschieht in Wimpernschlägen. Dazu ist auch das Mordkomplott schwach inszeniert. Im Grunde wurde Heung nur deshalb verdächtigt, weil er den Täter nicht schnappen konnte, zurück an den Tatort ging, das Messer aus dem Rücken des Opfers zog und in dieser etwas unglücklichen Pose von den Cops ertappt wird. Hätte er sich einfach nicht weiter um den Kadaver gekümmert und wäre stattdessen ein Bier saufen gegangen, wäre nicht viel passiert.
Na ja und die Tochter des Getöteten ist nun auch eher ein dunkler Stern am Himmel, angesichts solcher Naivität.
Die beiden Kinder nehmen irgendwie zu viel screen time ein. Vor allem bei den Kämpfen hätte ich sie nicht mehr gebraucht.
Die Kämpfe sind manchmal etwas speed up und von der Qualität mal besser und mal schlechter. Allerdings zieht der Film am Ende hier schon nochmal ordentlich an, was zu einem positiven Abschluss führt und die Bewertung noch etwas anhebt.
7/10
Zhang Liao
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Re: Der große Shaw Brothers Filmthread

Beitragvon Zhang Liao am Do, 18.01.2018, 22:59

Midnight Murder (1967)

Eine Frau wird von einem Einbrecher ermordet und die Frau ihres Bruders (Pat Ting Hung) gerät unter Verdacht. Dieser wird durch die Aussage eines Wachmanns (Ku Feng) erhärtet, der zwar jemand hat weglaufen sehen, aber nach Manipulation durch den eigentlichen Täter (welcher zudem auch ein Assistent des Magistrats ist), leugnet er dies und schickt damit die Angeklagte in die Todeszelle.
Ihr Mann, der zuvor von seiner Mutter dazu gedrängt wurde, seine Frau als Täterin vor Gericht anzugeben, hat aber mittlerweile Zweifel und möchte ihre Unschuld beweisen.
Nach einigen politischen Verwirrungen, wird schließlich ein unabhängiger Experte von außerhalb beauftragt, innerhalb von 10 Tagen die Unschuld der Frau zu beweisen und so deren Exekution zu verhindern. Zur Unterstützung wird ihm vor Ort ein zuverlässiger Mann empfohlen....natürlich der eigentliche Täter.
Nachdem nun der Wachmann seinen Fehler einsieht und gegensteuern möchte, ist für den Täter der Moment gekommen, mal wieder das Messer zu zücken.
Außerdem versucht er, jemand Anderem den Mord an der Frau unterzuschieben.

Kriminalfilm in historischer Atmosphäre. Dreht sich um Korruption in der Politik und der Erkenntnis, dass es auch ein paar Richter gibt, die wirklich an der Wahrheit interessiert sind. Der Film besteht auch nur aus diesen Ermittlungen. Action gibt es keine und die Folter vor Gericht besteht aus 1 Szene mit einer Dauer von 3-4 Sekunden. Ach ja und es wird auch 5 Mal gesungen (2 Mal von den Akteuren und 3 Mal im off). Also überschaubar: Wer sich langsam an die Operetten herantasten möchte, hätte hier einen guten Startpunkt.
Ansonsten ist der Film nicht schlecht, wobei aber die Aufklärung am Ende etwas unbefriedigend ist. Da verhält sich nämlich der Täter wie der letzte Depp, obwohl er zuvor relativ schlau vorgegangen war.
6.5/10

Ach ja und eine Sache wird auch hier klar: Wenn man eine Leiche findet, sollte man besser das Messer nicht rausziehen. Andernfalls tauchen nämlich genau dann Leute auf, die Einen mit Messer in der Hand gebeugt über der Leiche sehen und blöde Schlussfolgerungen ziehen.
Das hat man jetzt schon so oft in Filmen gehabt, das wird schon langsam ein Stereotyp.
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Re: Der große Shaw Brothers Filmthread

Beitragvon Zhang Liao am Di, 23.01.2018, 16:15

Cute Little Fellow (1984)

Eine Frau (Sibelle Hu) geht zu einem Vorstellungsgespräch und wäre auch qualifiziert für den Job. Einziges Problem: Der neue Chef (Wong Ching) hat soeben die weise Erkenntnis gewonnen, dass Frauen nur Unglück bringen und deshalb will er ab jetzt nur noch Männer einstellen.
Der Freund der Frau (Alex Man) bringt sie schließlich auf die Idee, sich als Mann zu verkleiden, was dann auch nach etwas Training die erhoffte Einstellung bringt.
Leider kommt Man aber irgendwann nicht mehr so richtig mit ihrer charakterlichen Verwandlung klar und die Beziehung kriselt. Außerdem hat sich eine Sekretärin in sie verliebt, was auch deshalb blöd ist, weil der Chef seinerseits seine Augen auf die Backen der Sekretärin geworfen hat.
Als dann bei Hu schließlich eine Schwangerschaft festgestellt wird, kommt man zu dem Punkt, an dem man die Show nicht mehr aufrecht halten kann.

So einen Film müsste man mal heute drehen, ein Shitstorm epischen Ausmaßes wäre wohl die Folge. Die Handlungsgrundlage ist natürlich auch ziemlich sexistisch. Das fand ich aber nun nicht so schlimm. Bin ja zum Glück ein Mann. :cheers: :twisted:
Problem ist eher die Seichtigkeit des Films, wo die Laufzeit irgendwie viel vor sich hin dümpelt. Hu mit Schnurrbart ist zwar mal schick, aber das Gepose als Mann ist dann recht schnell etwas ausgelutscht und eintönig. Das script hätte man schon besser machen können.
Wobei es aber andererseits schon ordentlich Witze gibt, die zünden, weshalb der Film durchaus noch einen anständigen Unterhaltungswert bietet. (wenn aber natürlich auf übersichtlichem Niveau)
Kann man sich deshalb sicher mal anschauen, aber auf der Hitliste landet der Streifen wohl bei Niemanden.
5.5/10
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Re: Der große Shaw Brothers Filmthread

Beitragvon oldmaster am Di, 30.01.2018, 23:58

DVD: Koch Media
Fan Chu - Tödliche Rache (1971)

Erstmals im deutschsprachrigen Raum komplett Uncut. Die fehlenden Szenen sind im OT mit deutschen Sub. Als Wendecover gibt es ein altes Shaw Brothers Kinoposter

Fan Chu (David Chiang) erfährt von seinen sterbenden Vater das er einen Bruder hat den man an einem besonderen Tattoo erkennt. Fan Chu versucht seinen Bruder zu finden und kommt dabei auf die Spur einer Killer-Band angeführt von Chen Sing.

Jahrelang in Deutschland auf dem Index, seit 2012 runter wurde der Film nun von Koch hier erstmal auf DVD und Blu-ray veröffentlicht. Mit der Bildqualität bin ich sehr zu frieden als Extra gibt es neben Trailer noch eine Bildergalerie. Dieser Chang Cheh Film ist zwar nicht einer seiner besten bitte aber dank starken Kämpfe und Kickbox Fights gute Unterhaltung 7/10.
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Re: Der große Shaw Brothers Filmthread

Beitragvon Zhang Liao am Fr, 02.02.2018, 3:15

Three Stooges Go Undercover (1984)

2 Cops (Nat Chan Pak, Kara Hui) wohnen im gleichen Haus, ohne jedoch vom Beruf des Anderen zu wissen. Nachdem man sich dann in negativer Hinsicht kennen gelernt hat, rückt der Polizeichef an, um die Beiden zu derer Freude zusammen auf einen Geldfälscher (Sek Kin) anzusetzen.
Kommt aber noch schlimmer, da der zugeteilte Informant (Stanley Fung) den beiden Cops ebenfalls nicht unbekannt ist, aber man auch hier natürlich höchste Antipathien für diesen hegt.
Also die perfekte Konstellation für gemeinsame Ermittlungen. Zunächst versucht man es mit der Brechstange, aber das schlägt dann schmerzhaft fehl. Nächster Plan ist deshalb, sich Undercover an den Handlanger (Chan Wai Man) ranzumachen und auf diesem Weg an Sek Kin zu kommen. Und da man Stanley die Schuld für die Pleite zuvor gibt, kann der dann auch gleich vom Posten des Informanten abtreten und mit Undercover gehen.
Irgendwann landet man dann in der Villa von Sek Kin, wo dieser seine revolutionäre Gelddruckmaschine an verschiedene Typen aus aller Welt präsentieren möchte.

Insgesamt eine recht durchwachsene Sache. Ist natürlich eine Komödie und so mancher Witz erzielt auch seine Wirkung. Kara Hui ist hier der waschbrettbrüstige Tomboy und eine geschlechterspezifische Verwechslung kann da bei Unwissenden natürlich schnell auftreten. Gefiel mir.
Kämpferisch gibt es leider nicht viel. Na ja, eigentlich hätte ich diesbezüglich mit Hui und Chan Wai Man wirklich deutlich mehr erwartet. Vor allem Letzterer ist hier echt verschwendet. (taucht auch erst nach 70 Minuten auf)
Am Ende gibt es dann etwas unübersichtliches Gewusel, aber Martial Arts ist da auch nicht groß dabei.
Das script ist leider auch mit starken Mängeln behaftet. Es dauert über 30 Minuten bis man die 3 Helden für die Mission auserkoren hat. Dann versinkt der Film in zwischenmenschlichen Episoden, über Liebesschmerzen, gemeinsames Besäufnis und anschließenden Hangover als alle 3 zusammen nackt erwachen und man sich die Frage stellt, wer wohl bei wem was reingesteckt hat.
Als man dann endlich mal ermittelt, muss man gar nicht viel selbst machen, denn Chan Wai Man lädt das Trio spontan zu seinem Boss ein. Irgendwie schwachsinnig.
Wegen einiger gelungener Gags und ordentlichen Hauptdarstellern kann man den Film aber in jedem Fall noch in die 'Kann man sicher mal anschauen' Kategorie packen.
5.5/10
Zhang Liao
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Re: Der große Shaw Brothers Filmthread

Beitragvon Zhang Liao am Mi, 14.02.2018, 0:08

Ripples (1970)

Ein Mädel (Ching Li) wartet auf die Rückkehr des Freundes (Chung Wah), um dann bald heiraten zu können. Allerdings erkennt ihr Onkel (Yeung Chi Hing) ihn nicht mehr aufgrund der langen Zeit als er zufällig im Teehaus auf ihn trifft während er mit einem anderen Alten (Hao Li Jen) Schach spielt.
Leider hilft Chung dann dem Anderen das Spiel zu gewinnen, was sofort zum tiefen Konflikt mit dem Onkel führt, welcher dann durch eine weitere zufällige Begegnung kurz darauf nochmals verschärft wird.
Als dann endlich die Identitäten geklärt sind, verweigert der Onkel natürlich seine Einwilligung zur Hochzeit.
Chung Wah versucht ihn zu besänftigen, indem er gegen ihn Schach spielen und absichtlich verlieren möchte. Jedoch hat der Onkel dessen Fähigkeiten bereits sehen können und wettet darauf gegen sich selbst, weil er fest von der eigenen Niederlage ausgeht. Sein anschließender Triumph sorgt deshalb auch eher für eine weitere Vertiefung der Spannungen.
Der Onkel entscheidet sich schließlich dafür, das Mädel dem Vater eines anderen Typen (Cliff Lok) anzubieten, was aber eine Nachbarin (Wang Lai) mitbekommt, welche dann Chung Wah und Ching Li informiert. Chung fängt Lok ab und zu seiner Erleichterung hat dieser überhaupt kein Interesse an einem Treffen mit dem organisierten Mädel.
Also wird nun ein Typ (Barry Chan) angeheuert, welcher sich gegenüber dem Onkel als Lok ausgibt und sich bei Ching Li wie der letzte sexbessessene Triebtäter aufführt.
Der Onkel will sich dann rächen, erwischt aber leider den echten Lok, wodurch dessen Vater seinerseits zur Rache angestachelt wird. Um dieser zu entkommen, versteckt sich der Alte bei der Nachbarin, wodurch aber bald Affärengerüchte umgehen und die Frau deshalb möchte, dass er sie heiratet.
Er willigt zwar ein, weiß aber nicht so recht, wie er das Ganze Ching Li erklären soll.
Derweil haben Ching und Chung entschieden, erstmal abzuhauen und dann zu heiraten, wobei sie aber nicht wissen, dass der Onkel mittlerweile seine Meinung zu deren Hochzeit geändert hat.
Leider haut so manches zeitlich nicht hin und so treffen sich beide Seiten zufällig, wobei Ching Li versucht Chung Wah vor dem Onkel zu verstecken und der Alte seinerseits Wang Lai nicht vorzeigen möchte.

Meine Güte, was ein Text. So lange gingen nicht mal meine Uniarbeiten. :mrgreen:
Der Film ist eine Mischung aus Komödie und Operette. Letzteres traf mich derart unvorbereitet wie ein Vorschlaghammer von hinten zwischen die Beine. :shock: Also der Gesang tritt den gesamten Film über regelmäßig auf. Eigentlich nicht so schlimm, aber gegen Ende nervte es dann doch irgendwann etwas.
Das Ganze ist aber dennoch recht gut geworden, da es als Komödie ordentlich funktioniert. Vor allem die Witze um das Verstecken von Personen war lustig.
Bewertung ist aber etwas schwierig, da es halt schon auch entscheidend drauf ankommt, inwieweit man den Gesang packt. Daher sehr subjektive:
6.5/10
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